Achtung, fertig, Böögg brennt! (für die ganze Familie)

Aktualisiert: Mai 11

Ein selbstgemachter Sächsilüüte- Böögg und ein Buch zu den Berufen


Heute ist das traditionelle Zürcher Frühlingsfest, das Sechseläuten. Es ist ein alter Brauch, der aus dem Mittelalter stammt. Der Böögg verkörpert den Winter und wird auf einem riesigen Scheiterhaufen verbrannt und somit vertrieben. Die Brenndauer verrät wie schön der kommende Sommer wird. Für die Handwerker, welche in Zünften vereinigt waren, verschob sich mit dem Sommerhalbjahr der Zeitpunkt des Feierabends von 17 auf 18 Uhr. Das Ritual wurde mit Geläut der Grossmünster Glocke festgehalten.


Heute brennt leider auf dem Sechstläuten-Platz in Zürich kein Feuer. Dieses Jahr fällt der traditionelle Zunft-Umzug, mitsamt Verbrennung des Böögs, wegen der Corona-Pandemie ins Wasser. Das bedeutet allerdings nicht, dass das Frühlingsfest nicht trotzdem im kleinen Rahmen stattfinden darf.


Den Kindern kann man den symbolträchtigen Brauch erläutern: Das Element Feuer steht für Erneuerung und Reinigung. Die Schreckensgestalt Böögg hat Ähnlichkeiten mit Brauchtümern aus Fasnacht und Karneval, die man aus vielen Ländern kennt, wo man dem Winter den Garaus macht. Zugleich liegt der Zeitpunkt des Festes auf die Wochen nach Ostern. Die Tage werden länger, weshalb es ein Frühlingsfest darstellt. Die Grossmünster Glocke, ein Referenzpunkt in Zürich, läutete fortan, um 18 Uhr den Feierabend für die Handwerker ein. Die Handwerker waren in Zünfte organisiert- eine Art Vereinigung. Jede Zunft vertrat ihren Berufsstand. Es gibt historische Zünfte wie: Ritter, Gastwirt, Maler, Zimmerleute, Fischer, Metzger und Viehhändler, Hutmacher und Weber, Schneider, Goldschmiede usw. Ein genauerer Blick zu den Berufen lohnt sich...


Ein sympathisches Buch dafür ist "Herr Schmidt ist Koch" von Thomas Müller (Moritz).

Darin entdecken Kinder alte und neue Berufe. Es ist eine Lerngelegenheiten, um Bezeichnung, Merkmale und Eigenschaften von verschieden Berufe zu erkennen.

Welche Berufe gibt es schon lange?

Welche Berufe sind neu?

Was arbeiten Mama, Papa, Götti usw.?




Dann geht's dem Böögg ans Eingemachte:

Einen einfachen Böögg können wir mit viel Fantasie selber basteln. Ideen wie man einen einfachen Schneemann basteln kann, gibt es im Netz zu Hauf. Aus Papier, einer weissen Socke etc. Wir haben unseren allerdings aus Marshmallows und Ästen gebastelt.


Du brachst dafür:

Marshmallows

Zahnstocher

Karottenschnitz und anderes für die Deko (Hut, Pfeife, Besen)

trockene Äste

Zündhölzer

Schnur

Den Scheiterhaufen haben wir aus gesammelten und zusammengebunden Ästen gemacht. Dafür kürzt man die Äste, damit alle die gleiche Länge haben und bindet sie mit Schnur zusammen. Rundum steckt man immer wieder mal Zündhölzer. 
Der Böögg wird aus mehreren zusammengeklebten oder gesteckten Marshmallows. Kartottennase, Smarties als Knöpfe, Augen aus Schoggi und einen Hut Aus Papier sorgen noch für die nötige Deko.

Making of:



Punkt 18 Uhr wird unser Böögg an einer sicheren Stelle von den Kindern, unter Aufsicht von Erwachsenen, entzündet. Unser wird zwar nicht explodieren, sondern eher dahinschmelzen. Lustig wird es trotzdem. Wie schön wird wohl der Sommer werden?


Traditionell gibt es in Zürich die berühmte Sechstläuten-Bratwurst zum Essen. Eine Idee für den zNacht ist damit auch grad parat. Das Feuer dafür brennt dann auch schon.


Schöns Sächsilüüte!

Ilaria




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