Was kreucht und fleucht denn da? (ab 5 Jahren)

Aktualisiert: Apr 2

Kleine und grosse Bau-Projekte, um Insekten ein Zuhause zu geben


Das Wochenende naht und damit ist Zeit, grössere Familienprojekte in Angriff zu nehmen. Während wir in unseren Häusern bleiben müssen, fliegen Insekten schon zahlreich durch die Lüfte. Die Berühmtesten unter ihnen sind wohl die Bienen.


(Fingervers):

Fünf Bienen sitzen im Bienenhaus,

fünf Bienen fliegen weit hinaus.

Die erste ruft mit frohem Mut:

„Die Kirschblüten duften gut.“

Die zweite kriecht im Sonnenschein

tief in die Glockenblume hinein.

Die dritte sitzt auf einem Rosenblatt

und trinkt sich am Nektar satt.

Die vierte sagt: „Ich bleib beim Mohn,

den kenn ich schon!“

Die fünfte ruft: „Passt auf, der Regen kommt.

O Schreck, O Graus,

versteckt euch flugs im Bienenhaus!“


Doch nicht nur Bienen suchen Schutz im Bienenhaus.

Alle Insekten haben bevorzugte Nistplätze.


Es sind uns über eine Million Insekten bekannt. Sie sind enorm nützlich für die Natur; als Bestäuber, zur Schädlingsbekämpfung und als Futterquelle für andere Tiere.


Einen kleinen Eindruck dieser Vielfalt vermittelt das neue Sachbuch "Insektenhotel" aus dem Orell füessli-Verlag. Im Buch werden humorvoll die Eigenarten der verschiedenen Insekten aufgezeigt: nachtaktive, wasserliebende, gefrässige und athletische.


Es ist höchste Zeit sie in einem hübschen, selbstgebauten Hotel bei uns willkommen zu heissen.


Mit einem solchen Familienprojekt lernen die Kinder der Natur Sorge zu tragen, erfahren Wissenswertes über Insekten und beim Bauen werden ihre motorische Fähigkeiten trainiert. Das Schönste dabei ist die gemeinsame Zeit!

Legt den Aufwand eures Bau-Projekts im Voraus fest: Wollt ihr ein grosses Luxushotel für Insekten aller Art bauen? Oder wollt  ihr ein einfaches Bed&Breakfast für Wildbienen herstellen? Je nachdem braucht ihr mehr oder weniger Materialien. Das meiste findet ihr bei einem Spaziergang. Der Rest kann mit dem was Zuhause, im Garten oder auf der Terrasse steht improvisiert werden.

Das wäre ein gutes Mittelklassehotel:


Als Rahmen (die Häuserwand quasi) kann benutzt werden:

- eine Holzschachtel (z.B. Wein- / Obstkiste)

- einen grossen Terracotta-Topf

- oder 3-4 Sperrhölzer, die man dann zu einem Dreieck oder Viereck zusammenschraubt



Erst das Füllmaterial bestimmt, welche Insektenarten angezogen und dort hausen werden. Hier einige Beispiele:


- Stroh ---> Ohrwürmer, Käferlarven und Florfliegen

- Holzwolle ---> Marienkäfer

- Ziegel, der mit Ton ausgestopft und gelöchert wird ---> Wildbienen, -wespen

- hohle Pflanzenstängel (von Bambus oder Holunder) ---> Wildbienen

- mit dem Bohrer eingebohrte, dicke Äste --> Wildbienen (bohren macht Spass!)

- Tannenzapfen --> Marienkäfer

- dünne Äste ---> Schmetterlinge


So gesehen, auf die Füllung kommt es an! Hier steht Genaueres über wer, was mag.

TIPP: Kleine und grosse Steine füllen die Lücken bei grossen Insektenhotels auf und halten das Material zusammen. Und hier einige Beispiele:


Das sind kinderleichte Versionen von Insektenhäuschen.





Das ist das Luxushotel, das meine Kinder mit viel Geduld und Ausdauer mit dem Papa zusammen gebaut haben.



Und ich höre es schon:

Summ, summ summ, Bienchen summ herum.



Frühlingshafte Grüsse

Ilaria





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